clichés et sexualité

Wir entmystifizieren die großen Klischees über die Sexualität von Personen mit Penis

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Hallo hallo, meine schwülwarmen Kalauer <3


Inzwischen dürfte euch klar sein, dass wir keine Fans von Vorurteilen und Klischees sind.


Heute gehen wir die großen Unsinnsbehauptungen an, die uns seit ewigen Zeiten über die angeblichen sexuellen Vorlieben von Personen mit Penis eingetrichtert werden.


Klischee Nr. 1: Sie denken immer an Sex


Die Vorstellung, dass sogenannte Männer und Personen mit Penis ständig Sex suchen würden, ist eines der größten Klischees – nicht nur eine Vereinfachung, sondern schlicht falsch. Die Libido variiert von Person zu Person und hängt von zahlreichen Faktoren ab: Stress, Müdigkeit, psychische Gesundheit, Alter, Beziehungskontext usw.

  • Laut einer Studie des Kinsey-Instituts geben etwa 15 % der Männer und bei der Geburt als männlich zugewiesenen Personen (PAH) eine geringe oder moderate Libido an.

  • Der Hite-Report betont, dass fast 20 % der Personen mit Penis kein tägliches sexuelles Verlangen verspüren**, entgegen tief verwurzelter Klischees.

Warum hält sich dieses Klischee?


  • Patriarchalisches Kulturerbe: Männlichkeit wird oft mit Hypersexualisierung assoziiert und lässt wenig Raum für die Vielfalt der Erfahrungen.


  • Mediale Darstellungen: Filme, Serien und Werbung verstärken das Klischee durch das Bild einer sogenannten zwanghaften männlichen Sexualität.


Fazit: Das Verlangen ist schwankend und persönlich. Kein Verallgemeinerung und kein Klischee kann auf alle zutreffen.



Klischee Nr. 2: der Leistungsdruck


Von Personen mit Penis wird oft erwartet, dass sie beim Sex stets bereit, ausdauernd und dominant sind.

Dennoch sind Erektionsstörungen (die laut der Französischen Gesellschaft für Urologie 1 von 2 Personen mit Penis nach dem 50. Lebensjahr betreffen) normal und multifaktoriell bedingt (Stress, Müdigkeit, kardiovaskuläre Gesundheit…).


Die Folgen:


  • Leistungsangst: Angst, zu enttäuschen oder den Erwartungen nicht zu entsprechen.


  • Vermeidung von Intimität: Manche verzichten auf Beziehungen aus Angst, bewertet zu werden.


Wie überwindet man dieses Klischee, das Druck erzeugt?


  • Offene Kommunikation fördern: offen über Erwartungen und Grenzen sprechen.


  • Den Genuss entsexualisieren: Sex lässt sich nicht auf Penetration reduzieren (nein, nein, nein).


Klischee Nr. 3: Die Größe ist entscheidend


Eine IFOP-Umfrage (2022) zeigt, dass 62 % der Männer und Personen mit Penis sich um die Größe ihres Penis sorgen. Dennoch hängt das Vergnügen nicht allein von dieser einen Variablen ab.


Was die Wissenschaft sagt:


  • Die Vagina passt sich verschiedenen Größen an.


  • Die Klitoris mit ihren 8.000 Nervenenden ist für die meisten Personen mit Vulva die Hauptquelle des Genusses.


  • Erogene Zonen (Hals, Ohren, Finger…) spielen eine Schlüsselrolle bei der Erregung.


Sexy-Tipps: Streicheleinheiten, erotische Spiele und Kommunikation bevorzugen, für eine erfüllendere Sexualität.


Klischee Nr. 4: Sie mögen kein Vorspiel


Entgegen den Klischees schätzen viele Personen mit Penis das Vorspiel (Massagen, Streicheleinheiten, Sinnlichkeit…).

Eine Studie des Journal of Sex Research (2020) zeigt, dass 73 % der befragten Männer und PAH angeben, ausgedehnte Vorspiele zu mögen.


Vielleicht weil sie:


  • Stärken die emotionale Verbindung


  • Steigern die gegenseitige Erregung


  • Ermöglichen einen schrittweisen Anstieg des Verlangens


Auszuprobieren: Rollenspiele, sensorische Erkundung, Erotisierung des Alltags.


Klischee Nr. 5: Eine Person mit Penis muss zwingend die Initiative ergreifen


In 68 % der Fälle (Gleeden-Umfrage, 2023) ist es immer noch die Person mit Penis, die Sex vorschlägt. Diese Erwartung kann belastend sein und den Ausdruck des Verlangens der Partner einschränken.


Wie durchbricht man dieses Muster?


  • Gegenseitigkeit fördern: Sexualität ist ein Austausch, kein vordefiniertes Drehbuch


  • Erwartungen aufbrechen: Personen mit Vulva können auch die Initiative ergreifen


  • Spontaneität fördern: gemeinsamen Wünschen Raum geben


Diese Klischees, die oft in starren sozialen Normen verwurzelt sind, schränken den Ausdruck einer authentischen und vielfältigen Sexualität ein. Indem wir sie überwinden, fördern wir gesündere, respektvollere und damit erfüllendere Beziehungen für alle.



Léa

Léa ☁️


Seit 10 Jahren jongliere ich mit Worten zu verschiedensten Themen und habe mich kürzlich nach einer Ausbildung bei Mathilde Magnien der Sexologie zugewandt. Fasziniert von den Mechanismen menschlicher Beziehungen, plaudern wir hier entspannt, inklusiv und (ein bisschen) humorvoll.


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