Squirting vs éjaculation féminine : on t'explique la différence

Squirting vs. weibliche Ejakulation: wir erklären dir den Unterschied

Zuletzt aktualisiert am

Buongiornooo ehrenwerte Bigorneaux,


Squirting, sogenannte weibliche Ejakulation, Fontänenemission... Diese Begriffe werden oft synonym verwendet und sorgen für Verwirrung und manchmal für Druck rund um die Sexualität von Personen mit Vulva. Dabei ist die Wissenschaft eindeutig: Es handelt sich um zwei unterschiedliche Phänomene, die es verdienen, ohne Urteil und Tabu zu entzaubern.

Wir werden erklären, was diese Flüssigkeiten sind, woher sie stammen und was sie heute bedeuten können. 


Der anatomische und biologische Unterschied


Biologisch gesehen sind Squirting (oder Fontänenemission) und die sogenannte weibliche Ejakulation (manchmal als vulväre Ejakulation bezeichnet) keine Synonyme; sie unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Zusammensetzung, ihrem Ursprung und ihrem Volumen. 

  • Squirting ist ein Phänomen, bei dem eine große Menge wässriger, klarer Flüssigkeit ausgestoßen wird, die hauptsächlich aus der Blase und der Harnröhre stammt. Diese Flüssigkeit ist oft verdünnt und kann mit oder ohne intensiven Orgasmus auftreten.

  • Die sogenannte weibliche Ejakulation hingegen ist ein diskreter Ausfluss mit geringem Volumen (maximal etwa 1 ml) einer dichteren, weißlichen Flüssigkeit. Sie wird von den Skene-Drüsen (oft als weibliche Prostata bezeichnet) produziert und enthält PSA (Prostata-spezifisches Antigen). Im Gegensatz zum Squirting ist dieses Phänomen in der Regel mit dem Orgasmus verbunden.


Squirting: eine Blasenentleerung


Der Begriff Squirting (oder Fontänenemission) bezeichnet die plötzliche und reichliche Ausstoßung einer klaren Flüssigkeit durch die Harnröhre. Unter dem Einfluss intensiver Erregung, oft durch Stimulation des G-Punkts, schwillt die Harnröhrenzone an. Ein Muskelschub gibt eine Flüssigkeit frei, die hauptsächlich aus der Blase stammt. Viele beschreiben dieses Phänomen als ein starkes Druckgefühl, das zu einem völligen Loslassen führt.


Die sogenannte weibliche Ejakulation: das Prostata-Äquivalent


Die sogenannte weibliche Ejakulation ist das eigentliche Äquivalent des sogenannten männlichen Ejakulats. Sie wird von den Skene-Drüsen produziert. Auf dem Höhepunkt der Erregung (oft während des Orgasmus) geben diese kleinen Drüsen, die beiderseits der Harnröhre liegen, eine kleine Flüssigkeitsmenge ab. Aufgrund ihres geringen Volumens und ihrer Konsistenz bleibt diese Flüssigkeit oft unbemerkt.


Ein inklusiveres und unverkrampfteres Vokabular


Es ist entscheidend, eine Sprache zu verwenden, die die Vielfalt der Körper und Menschen respektiert:


  • Inklusivität: Wir bevorzugen hier die Begriffe "Personen mit Vulva" oder "Personen mit Vagina", um diese Phänomene nicht auf cisgender Frauen zu beschränken.


  • Enttabuisieren: Die Verwirrung rund um diese Begriffe hat lange das Tabu und die Vorstellung genährt, dass Squirting Urin sei, was Scham und Hemmungen erzeugte. Vergessen wir nicht, dass der menschliche Körper bei Erregung auf natürliche Weise Flüssigkeiten produziert; es gibt KEINEN GRUND, sich zu schämen.


Squirting, Ejakulation und Leistungsdruck


Die Pornoindustrie (ja, mal wieder) hat maßgeblich dazu beigetragen, Squirting zu idealisieren und es als Indiz oder gar als echten Beweis für einen "gelungenen" Orgasmus darzustellen.


Was man sich merken sollte:

  • Es ist kein Ziel: Kein Squirting oder keine Ejakulation zu erleben bedeutet keineswegs einen Mangel an Genuss oder eine schlechte sexuelle Leistung.

  • Der Orgasmus ist vielfältig: Der Orgasmus ist ein komplexes und vielgestaltiges Phänomen. Er kann von verschiedenen körperlichen Reaktionen begleitet werden oder ohne sichtbare Anzeichen auftreten

  • Loslassen ist der Schlüssel: Für diejenigen, die diese Empfindungen erkunden möchten, ist der wichtigste Faktor die psychische und körperliche Entspannung. Angst oder Erfolgsdruck sind die schlimmsten Feinde des Genusses.

Das Wichtigste ist, auf sich selbst zu hören, zu erkunden und mit der eigenen oder den eigenen Partnerinnen und Partnern zu kommunizieren, um eine erfüllende Sexualität fernab jeglicher Erwartungen zu leben.


PS: So macht es meistens viel mehr Spaß. 


PS2: Schreib uns in den Kommentaren, was das Bild im Artikel darstellt. 


xoxo <3


Léa

Léa ☁️


Seit 10 Jahren jongliere ich mit Worten zu verschiedensten Themen und habe mich kürzlich nach einer Ausbildung bei Mathilde Magnien auf Sexologie spezialisiert. Fasziniert von relationalen Mechanismen, plaudern wir hier auf unverkrampfte, inklusive und (ein bisschen) witzige Weise.


Kommentare

Ça ressemble à une coupe,, des glandes de Skene du coup? 😏

Lollipop

Hinterlasse einen Kommentar