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Warum variiert die Libido je nach Jahreszeit? Erklärung in 5 Punkten

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Na gut, wir müssen offensichtlich mal reden, ihr Zuckerstangen.


Der Frühling kitzelt deine ursprünglichsten Sinne... Träumst du nur noch von einem Spritz an der Côte Bleue, während du die Lambada eng umschlungen mit dem süß-salzigen Körper des Unbekannten tanzt, auf den du gerade einen Crush hast?


(Der Spritz ist übrigens völlig nebensächlich)


ABER HALLO, MATROSE·IN... STOPP! Ich bitte dich und deine verrückten Hormone, euch ein bisschen zu mäßigen.

Jedes Jahr dasselbe: kaum kommt ein Gänseblümchen aus der Erde, bist du nicht mehr in der Lage, irgendetwas anderes zu genießen als Herumtollen ohne Latzhose.


ALLES BESTENS, das ist doch NORMAL. Wir erklären dir in 5 Punkten, warum du im Winter wie ein brummiger Teddybär aussiehst und ab Ende März dein Leben für eine Umarmung geben würdest.


1. Die Rolle von Licht und Hormonen


Melatonin - Serotonin - Galopine


Unser Organismus reagiert sehr empfindlich auf Lichtschwankungen:

  • Im Sommer : Die verlängerte Exposition gegenüber natürlichem Licht stimuliert die Produktion von Serotonin (dem Wohlfühlhormon) und hemmt gleichzeitig Melatonin (das Schlafhormon). Dieser hormonelle Cocktail fördert sowohl gute Laune als auch... den sexuellen Appetit.


  • Im Winter : Die Reduzierung der Sonneneinstrahlung kehrt dieses hormonelle Verhältnis um – Melatonin ist stärker präsent (Müdigkeit) und Serotonin sinkt (Stimmung im Keller).


Die Sexualhormone

  • Testosteron : Sein Spiegel erreicht in der Regel im Frühling und Herbst einen Höhepunkt. Eine Metaanalyse von 2022 (Human Reproduction Update) zeigt, dass Testosteron einem relativ klaren saisonalen Rhythmus folgt, mit Peaks vom Herbst bis zum Frühling (+ 20 %) und einem spürbaren Rückgang im Winter.


  • Östrogene : Ihre Produktion scheint ebenfalls saisonalen Zyklen zu folgen, mit Auswirkungen auf die sogenannte weibliche Libido.


2. Der Einfluss der Temperatur auf den Körper


Der stimulierende Effekt der Wärme


Die Sommerzeit wirkt wie ein echtes natürliches Booster:

  • Vasodilatation : Wärme verbessert die Durchblutung, auch in den erogenen Zonen.


  • Nackte Körper : Das Reduzieren von Kleidung erhöht die visuellen und taktilen Reize.


  • Vitamin D : Seine Synthese unter dem Einfluss der Sonne trägt zur hormonellen Regulation bei.

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Die winterliche Bremse


Der Winter versetzt unseren Organismus in den "Energiesparmodus":


  • Priorität auf die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur zum Nachteil anderer Funktionen


  • Natürliche Reduktion der körperlichen Aktivität und der peripheren Durchblutung


  • Weniger Hautkontakt und körperliche Berührungen


3. Psychologische und soziale Faktoren


Die Stimmung der Saison

  • Saisonale affektive Störung (SAD) : Diese Form der winterlichen Depression betrifft 3 bis 5 % der Bevölkerung und hat direkte Auswirkungen auf die Libido.


  • Frühlingseffekt : Das zunehmende Tageslicht, die Brückentage im Mai, dann die Ferien und die nachlassenden Verpflichtungen schaffen einen psychologisch günstigen Kontext.


Die sozialen Rhythmen

  • Sommerzeit : SEA, SEX AND FUN, ganz grundsätzlich.


  • Winter : Feiertagsstress, Rückkehr zur Arbeit, mentale Belastung am absoluten Maximum.


4. Ernährung, Sport, und so weiter.


Die wichtigsten Nährstoffe 🍋🍒 🍆


  • Sommer : Generell leichtere Ernährung, reich an frischem Obst und Gemüse


  • Winter : Fettreichere und üppigere Mahlzeiten, die Energie und Kreislauf beeinflussen können

Bestimmte Lebensmittel sind besonders förderlich für die Libido:

  • Dunkle Schokolade

  • Meeresfrüchte

  • Nüsse und Samen


Körperliche Aktivität

  • Im Sommer : Natürliche Zunahme von Outdoor-Aktivitäten (Wandern, Schwimmen...)


  • Im Winter : Ausgeprägtere Bewegungsarmut

Regelmäßige körperliche Betätigung regt die Produktion von Endorphinen an und verbessert das Körperbild – zwei Schlüsselfaktoren für die Libido.


5. MAYDAY MAYDAYYY


Die Winter-Strategien 

  • Lichttherapie um den Mangel an natürlichem Licht auszugleichen


  • Ernährung reich an Omega-3-Fettsäuren und B-Vitaminen


  • Körperliche Aktivität in Innenräumen (Yoga, Tanzen, Boxen...)


  • Schaffung einer warmen und intimen Atmosphäre 


Die Sommer-Strategien

  • Aktivitäten im Freien genießen


  • Hydratisiert bleiben (Dehydration tötet)


  • Intimorte variieren (unter Wahrung des gegenseitigen Einvernehmens – IM-MER)


Ok, kurze Zusammenfassung. JA, deine Hormone sind Wetterfahnen und du kannst (fast) nichts dagegen tun.


  • Akzeptiere deine Zyklen : Du bist nicht seltsam, du bist menschlich (und deine Hormone auch).

  • Nutze den Sommer zum Erkunden (wenn du magst) und den Winter zum Kuscheln (wenn du auch magst).


  • Hör auf deinen Körper : Wenn er dir sagt "Kuscheln jetzt", hör hin. Wenn er dir sagt "Schokolade + Netflix", hör auch hin.


  • Lach über deine eigenen Widersprüche : Denn im Grunde ist das das echte Leben. Eine Mischung aus unkontrollierbaren Wünschen und Samthausanzug mit Trump-Aufdruck.


Ob du eher zu den Feuer-Sommer-Typen und/oder Winter-in-der-Flaute-Typen gehörst: Wisse eines – deine saisonale Libido ist 100 % natürlich, 100 % erklärbar und 0 % Grund zur Schuldgefühlen.




Léa

Léa ☁️


Seit 10 Jahren jongliere ich mit Wörtern zu verschiedenen Themen und habe mich kürzlich nach einer Ausbildung bei Mathilde Magnien der Sexologie zugewandt. Fasziniert von den Mechanismen zwischenmenschlicher Beziehungen plaudern wir hier entspannt, inklusiv und (ein bisschen) witzig.


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