Danger d'utiliser la vaseline comme lubrifiant intime

Kann man Vaseline als Gleitmittel verwenden? Risiken und sichere Alternativen für den Intimbereich

Zuletzt aktualisiert am


Hallo, du Entdeckerin oder Entdecker der Lust <3

Mitten im Geschehen schaust du auf deinen Nachttisch und dein Blick fällt auf den berühmten kleinen blau-gelben Tiegel mit Vaseline.

Fettig, günstig, schön glitschig … Die Versuchung ist groß:
„Hauptsache, es flutscht, oder?“

Klingt gut, ist es aber nicht!

Vaseline ist zwar die unangefochtene Königin bei rissigen Lippen und den Füßen von Marathonläuferinnen und Marathonläufern, aber als Gleitmittel für den Intimbereich ist sie eine sehr schlechte Idee.

Wir erklären dir, warum deine Vagina, dein Enddarm und deine Kondome Vaseline nicht mögen – und vor allem, wodurch du sie sicher ersetzen kannst.

Was genau ist Vaseline? 

Vaseline ist eine eingetragene Marke, deren Name zum Gattungsbegriff für Petroleumgel (auch Petrolatum genannt) geworden ist. Ja, du hast richtig gelesen: raffiniertes Erdöl.

Vaseline ist ein sogenanntes okklusives Produkt. In der Kosmetik besteht ihre Hauptaufgabe darin, eine wasserundurchlässige Barriere auf der Haut zu bilden, damit kein Wasser verdunstet und die Haut vor Reibung geschützt ist.

Das ist ideal bei rissiger Haut oder einer kleinen oberflächlichen Verbrennung. Aber auf deinen Schleimhäuten im Intimbereich? Kleiner Spoiler: Das ist eine ganz andere Geschichte ...

Warum Vaseline im Bett eine GEFAHR ist

  • Risiko Nr. 1: Vaseline beschädigt Latexkondome

Die goldene Regel, die du dir einprägen solltest:
Vaseline + Latexkondom = GEFAHR!

Da Vaseline fetthaltig ist (auf Öl- bzw. Erdölbasis), greift sie Latex an. Schon nach wenigen Sekunden macht sie es porös und brüchig, sodass es reißen kann.

Das Ergebnis? Dein Kondom schützt nicht mehr vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) oder ungewollten Schwangerschaften.

  • Risiko Nr. 2: Bakterien machen es sich gemütlich – und Pilzinfektionen drohen

Anders als echte Gleitmittel für den Intimbereich, die leicht aufgenommen oder abgespült werden können, bildet Vaseline eine fettige, wasserundurchlässige Schicht, die an den Schleimhäuten haftet. Sie löst sich nicht in Wasser auf.

Die Folge: Vaseline schließt Bakterien in deiner Vagina oder deinem Analkanal ein.

Wissenschaftliche Studien haben einen direkten Zusammenhang zwischen der Verwendung von Vaseline als Gleitmittel und einem erhöhten Risiko für bakterielle Vaginose (ein Ungleichgewicht der Vaginalflora, das Juckreiz, ungewöhnlichen Ausfluss und unangenehme Gerüche verursacht) sowie für Pilzinfektionen gezeigt.

  • Risiko Nr. 3: Vaseline lässt sich nur schwer entfernen (und hinterlässt Flecken)

Nach dem Sex Vaseline vom Intimbereich zu entfernen, ist ungefähr so, als würdest du versuchen, eine fettige Pfanne ohne Spülmittel abzuwaschen. Wasser allein reicht nicht.

Du musst mit Seife schrubben, was den bereits gereizten Intimbereich noch stärker reizen kann. Ganz zu schweigen von den wunderschönen, dauerhaften Flecken auf deiner schönsten Satinbettwäsche.

Und wie sieht es mit anderen „selbst gemachten Gleitmitteln“ aus?

Falls du jetzt denkst: „Na gut, dann nehme ich eben Kokosöl oder Speichel statt Vaseline“ ... Moment mal!

  • Kokosöl / Olivenöl / Butter: Hier besteht dasselbe Problem wie bei Vaseline. Sie sind fetthaltig, greifen das Latex von Kondomen an und stören den natürlichen pH-Wert der Vagina – das kann Pilzinfektionen begünstigen. Verwende sie lieber zum Kochen oder für Körpermassagen (außerhalb des Intimbereichs). 
  • Speichel: Er wird häufig verwendet und beschädigt Kondome nicht. Seine Gleitwirkung hält allerdings kaum länger als 12 Sekunden. Schlimmer noch: Er kann Bakterien aus dem Mund in den Genitalbereich übertragen (und auch Lippenherpes kann dorthin übertragen werden).

Wodurch lässt sich Vaseline ersetzen? 

Wirklich sichere und geeignete Alternativen

Damit Lust auch Lust bleibt (und du dich am nächsten Tag nicht kratzen musst), geht nichts über ein echtes Gleitmittel für den Intimbereich, das nach strengen medizinischen und gynäkologischen Standards entwickelt wurde.

Art des Gleitmittels Vorteile Kompatibilität mit Kondomen
Auf WASSERBASIS Feuchtigkeitsspendend, leicht abzuwaschen, ideal für jeden Tag 100 % kompatibel
Auf SILIKONBASIS Lang anhaltende Gleitfähigkeit, trocknet nicht aus, ideal unter der Dusche 100 % kompatibel
(nicht mit Silikon-Sextoys kompatibel)
Auf ÖLBASIS Sinnliche Texturen für lange Massagen (ohne Latex) NICHT kompatibel

1. Gleitmittel auf WASSERBASIS: das universelle Must-have

Es ist das Schweizer Taschenmesser fürs Bett. Es ahmt die natürliche Feuchtigkeit nach, schont die Intimflora, hinterlässt keine Flecken, lässt sich mit einem Duschstrahl abspülen und ist zu 100 % mit allen Kondomen und Sextoys kompatibel.

Unser Pédagojouie-Tipp: Wähle eines mit Aloe vera oder einem neutralen pH-Wert für rundum angenehme Anwendung.

2. Gleitmittel auf SILIKONBASIS: für Lust-Marathons

Du planst eine längere Session, Analsex oder ein Schäferstündchen unter der Dusche? Gleitmittel auf Silikonbasis löst sich nicht in Wasser auf und sorgt für lang anhaltende Gleitfähigkeit, ohne auszutrocknen.

Mit Latexkondomen kannst du es bedenkenlos verwenden! (Achte nur darauf, es nicht mit Sextoys aus Silikon zu verwenden.)

Fazit: Was nehmen wir mit?

Vaseline ist wunderbar, um deine trockene Haut im Winter zu schützen, aber im Bett hat sie nichts verloren.

Wenn du deinen Körper schonen und die Lust ohne unnötige Risiken steigern möchtest, ist ein gutes Gleitgel für den Intimbereich immer die beste Wahl für dein Sexleben.

Quellen und wissenschaftliche Expertise:

Violette Berger

Freut mich, ich bin Violette Berger! 🎙️ Ich schreibe über sexuelles und intimes Wohlbefinden. Mein Alltag? Komplexe Fragen rund um Beziehungen und Sexualität in einfache, unterhaltsame und einfühlsame Tipps übersetzen. Ich freue mich darauf, mein Wissen mit euch zu teilen und euch zu einem erfüllten und neugierigen Intimleben zu verhelfen!

Weitere Blogartikel zum Thema:

Hinterlasse einen Kommentar