Ob weil ihr die Routine in eurer Beziehung erlebt oder weil ihr von Natur aus zu dieser Praxis hingezogen seid – wahrscheinlich habt ihr schon einmal an Rollenspiele mit eurem/eurer Partner/in gedacht. Aber wo anfangen? Wie setzt man sie um? Hier sind unsere Tipps, um gelassen ein oder mehrere Rollenspiele als Paar einzuführen.
Überlegt euch das Szenario
Ein Rollenspiel erfordert ein Minimum an Vorbereitung. Zu Beginn ist es ideal, gemeinsam mit eurem/eurer Partner/in die Szenarien zu definieren, die euch begeistern. Nutzt den Vorwand eines Abends zu zweit, um gemeinsam eure Wünsche und Fantasien aufzulisten (ein guter Weg, die Temperatur schon mal steigen zu lassen). Für die Zurückhaltenderen könnt ihr ein geteiltes Google-Dokument erstellen und es anschließend gemeinsam besprechen (ein spaßigeres Brainstorming als das wöchentliche Meeting im Büro, oder?).
Legt eure Grenzen fest
Sobald euer Szenario gewählt ist, legt gemeinsam fest, welche Praktiken ihr ausprobieren möchtet, aber auch welche euch nicht ansprechen. Wenn euch diese Übung mühsam erscheint, schaut einfach im Internet nach Checklisten sexueller Praktiken – ihr müsst sie nur noch gemeinsam ausfüllen!
Legt ein Safeword fest
Die Verwendung eines Safewords oder Sicherheitsworts ist bei dieser Art von Spielen unverzichtbar. Die Idee ist, ein völlig aus dem Kontext gerissenes Wort zu wählen, das dadurch leicht erkennbar ist ("Taboulé", "Madenköder", "Pikachu" – wir vertrauen euch darauf, das passende, schräge Wort für euch zu finden). Sobald dieses Wort ausgesprochen wird, bedeutet es, dass ihr oder euer/eure Partner/in das Spiel sofort beenden möchte: wie ein Joker, den man ziehen kann, wenn man sich in der Situation nicht wohl fühlt.
Schreibt einen Rahmenplot
Es mag etwas förmlich wirken, aber ein Rahmenplot zu schreiben hilft auch dabei, das Spiel zu strukturieren und sicherzustellen, dass alle auf ihre Kosten kommen. Es kann auch jedem/jeder helfen, besser in seine/ihre Rolle zu schlüpfen. Wenn ihr inspiriert seid, könnt ihr ihn vollständig gemeinsam schreiben. Andernfalls stützt euch auf die Liste eurer Grenzen und Wünsche sowie auf externe Inspirationsquellen, die euch Ideen geben könnten: Serien, Filme, Videospiele… alles ist willkommen. ;)
Schafft eine Atmosphäre
Ob ihr zu Hause seid oder an einem eigens dafür reservierten Ort, denkt daran, eine kleine Playlist vorzubereiten (die kostet nichts), aber auch einige Accessoires, Deko und Outfits. Diese Elemente helfen euch, noch tiefer in das Spiel einzutauchen und einen noch unvergesslicheren Moment zu erleben!
Das Aftercare nicht vergessen
Sobald das Spiel beendet ist, ist es Zeit, herunterzukommen. Und dafür gibt es nichts Besseres als eine kleine Aftercare-Einheit! Kuscheln, ein schönes Bad oder eine Dusche, ein Getränk, kleine Snacks – um wieder in der Realität anzukommen und füreinander zu sorgen. Fühlt euch während dieses gemeinsamen Moments frei, über das Erlebte zu sprechen: was euch gefallen hat, die Momente, in denen ihr gerne mehr gewagt hättet, usw.
Und jetzt seid ihr dran... 😉


