L'art du Shibari

Die Kunst des Shibari

Zuletzt aktualisiert am

Shibari Kinbaku ist eine japanische Kunstform des Bondage, also des Fesselns. Shibari wird oft mit BDSM in Verbindung gebracht, ist aber eher eine spirituelle, meditative und manchmal sogar therapeutische Praxis, die helfen kann, wieder einen Zugang zum eigenen Körper zu finden. Wir erklären es euch!


Die Kunst des Shibari: zwischen Erotik und Ästhetik


Der menschliche Körper ist ein echtes Kunstwerk – warum ihn also nicht mit Seilen noch stärker zur Geltung bringen? Je nach Seilstärke sowie Anzahl und Position der Knoten am Körper der gefesselten Person kann eine ganz andere Ästhetik entstehen. Diese vielfältigen Möglichkeiten machen die Kunst des Shibari unter anderem aus. Auch ob man es bekleidet oder unbekleidet praktiziert, verändert die Ästhetik.


Die Kunst des Loslassens


Die Knoten und das Gefühl, gefesselt zu sein, können die Ausschüttung von Endorphinen fördern und so für tiefe Entspannung sorgen – auch nicht gerade unangenehm! Wer sich der fesselnden Person anvertraut, kann sich gemeinsam mit ihr ganz dem Loslassen hingeben.


Shibari als sexuelle Praxis


Wie sich das Seil auf der Haut anfühlt, die damit verbundene Entspannung, aber auch das Gefühl, in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu sein – all das kann je nach Person sehr erregend sein. Shibari muss nicht unbedingt sexuell sein. Ob daraus Sex wird oder nicht, liegt in euren Händen – und erfordert natürlich gegenseitiges Einverständnis! 😉


Die Regeln der Shibari-Kunst


Apropos Einverständnis: Shibari ist eine Praxis, die Risiken birgt. Deshalb müsst ihr vorher miteinander sprechen und alle Beteiligten müssen klar und uneingeschränkt zustimmen. Achtet auch auf die verwendeten Materialien, informiert euch darüber, welche Knoten geeignet sind und welche nicht, und haltet immer eine Schere griffbereit. Um kein Risiko einzugehen, empfehlen wir euch Shibari-Kurse. Dort lernt ihr auch die Anatomie genau kennen, etwa den Verlauf von Nerven und mögliche empfindliche Stellen.


Die Accessoires


Seile – am besten aus Hanf oder Jute –, Tücher, Handschellen … Schaut euch zur Inspiration die Accessoires für sanftes Bondage an! Am besten eignen sich allerdings Seile, die speziell für Shibari entwickelt wurden.


Kurz gesagt: Die Kunst des Shibari ist eine Alternative zu Penetration und zu eher traditionellen erotischen oder sexuellen Praktiken. Ob zu zweit oder mit mehreren: Es ist eine gute Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und die eigenen Grenzen zu erkunden.


Lou

Lou ✨


Hallo, ich bin Lou! Ich habe einen Abschluss in Geistes- und Sozialwissenschaften und beschäftige mich seit mehreren Jahren mit Themen rund um Sexualität. Nach mehreren Fortbildungen, unter anderem bei der Sexologin Mathilde Magnien, hat Passage du Désir mich gebeten, für euch Artikel über Sex, Liebe und Beziehungen zu schreiben. Mein Motto? Offen über sexuelles Wohlbefinden sprechen – locker, mit Spaß und ohne zu urteilen. 💜

Hinterlasse einen Kommentar