LA question que tu dois lui poser dès le début de votre histoire

DIE Frage, die du ihm gleich zu Beginn eurer Geschichte stellen musst

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Hallo verehrte Pfingstrosen am Ende der Saison,


Eure Zeit ist begrenzt, also komme ich heute auf den Punkt und rette euer Beziehungsende (sorry, ihr Ultra-Romantiker-Poeten-Lovers) — das ist nicht meine Stimme, das sind die Zahlen: es besteht immerhin eine Chance von eins zu zwei, dass eure Geschichte eines Tages endet. Also sorgen wir dafür, dass es so schön wie klug geschieht, ok?


Die relationale Anarchie: die Spielregeln neu definieren


Hinter diesem Wort, das ein wenig Angst macht (man sieht schon die Pflastersteine und Molotow-Cocktails), ist die relationale Anarchie tatsächlich ein ultra-friedliches Konzept. Popularisiert von Andie Nordgren, gehört diese Denkrichtung einem einfachen Prinzip an: Jede Beziehung ist einzigartig und sollte kein vorgefertigtes Modell der Gesellschaft kopieren (das berühmte Combo: Kennenlernen, Festanstellung, Wohnung, Heirat, Baby, Hund).

In der relationalen Anarchie wird Liebe nicht gegenüber Freundschaft hierarchisiert, und vor allem co-konstruiert man gemeinsam mit seinem Partner die eigenen Regeln. Man erlaubt sich, eine maßgeschneiderte Geschichte zu erfinden. Und rate mal? Für den anderen zu sorgen bedeutet auch, zu akzeptieren, dass Liebe sich verwandeln... oder aufhören kann. Die relationalen Anarchist·innen haben es gut verstanden: eine gelungene Trennung ist tausendmal wertvoller als ein Paar, das in Verbitterung verkümmert, um ein Versprechen des "für immer" zu ehren, das toxisch geworden ist. Indem man den Druck der Ewigkeit wegnimmt, schenkt man sich die Freiheit, sich intensiv zu lieben, hier und jetzt.


Die berühmte Frage, die man stellen sollte (und warum sie alles verändern wird)

Also, was ist diese magische Formel, die man zwischen dem Dessert und dem ersten Kuss ziehen sollte (nun, warte vielleicht auf das zweite oder dritte Date, damit die Schüchternen nicht flüchten)?

« Wenn unsere Geschichte eines Tages enden sollte, wie würden wir es anstellen, uns auf anständige Weise zu trennen? »

Diese Frage zu Beginn einer Liebesbeziehung zu stellen, bedeutet nicht, ein schlechtes Omen zu sein. Es bedeutet, die Grundlage für eine gesunde, transparente und auf gegenseitigem Vertrauen basierende Beziehung zu legen.


Eine mentale Last ablegen, um im gegenwärtigen Moment zu leben 

Wenn man eine Beziehung beginnt, ist man oft gelähmt von der Angst, den anderen zu verlieren, oder von der Sorge um das "wie wird es enden". Indem man von Anfang an die Dinge direkt anspricht, entlässt man diese Angst. Das ist ein echtes Werkzeug für die psychische und emotionale Gesundheit. Man weiß, wie der Fallschirm funktioniert, und kann daher den Sprung ins Ungewisse zu 100 % genießen.


Grenzen in ruhigen Momenten setzen

Über die Trennung zu sprechen, wenn man unsterblich verliebt ist, ist die Garantie, es mit Wohlwollen zu tun. Das ist der ideale Moment, um tiefe Bedürfnisse auszudrücken: « Ich brauche, wenn wir uns trennen, ein therapeutisches Ghosting von 3 Monaten, bevor ich wieder Freund·in sein kann » , « Für mich ist Verrat ein Punkt ohne Wiederkehr » , oder auch « Ich möchte, dass wir uns versprechen, die Dinge sofort anzusprechen, sobald das Verlangen nachlässt » . Man legt die Spielregeln fest, wenn das Wetter schön ist, nicht wenn der Sturm bereits alles verwüstet hat.


Der "Trennungsvertrag": der Inbegriff von Fürsorge und Respekt

Hier setzen wir uns für Fürsorge in all ihren Formen , Lust und Selbst- sowie Fremdrespekt ein. Das Ende der Geschichte einzuplanen ist ein ultimativer Beweis der Liebe. Man stellt sicher, dass selbst wenn sich die Gefühle verschieben, die Wertschätzung für den anderen (fast) intakt bleibt.


Betrachtet diese Diskussion als eine Art moralischen „Trennungsvertrag". Ihr einigt euch auf euren Umgang mit zukünftigen Konflikten. Es ist eine Weise, eurem Partner / eurer Partnerin zu sagen: « Ich liebe dich heute so sehr, dass ich mich um dein zukünftiges Wohlbefinden kümmern möchte, auch wenn dieses Wohlbefinden ohne mich sein muss. » Leidenschaft statt Drama <3


Also, meine lieben purpurnen Pfingstrosen, verstecken wir unsere Ängste im Schrank und wagen wir es, das sexieste Outfit der Welt anzuziehen — ich nenne es: Verletzlichkeit? 

Diese Frage zu stellen bedeutet, Partner·innen auszusieben, die die nötige emotionale Reife besitzen, um euch außerdem zu begleiten.

Und Spoiler: Es gibt nichts Aphrodisischeres als einen Partner / eine Partnerin, der/die kommunizieren kann und eure Freiheit respektiert.

Bereit, den Versuch zu wagen? Auf eure Fragen, und möge die Liebe (die eigene und die geteilte) mit euch sein!


Léa

Léa ☁️


Seit 10 Jahren jongliere ich mit Wörtern zu verschiedensten Themen und habe mich kürzlich nach einer Ausbildung bei Mathilde Magnien der Sexologie zugewandt. Begeistert von den Mechanismen in Beziehungen plaudern wir hier auf unverkrampfte, inklusive und (ein bisschen) lustige Weise.


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