Kennen Sie Paare, die behaupten, auch nach vielen gemeinsamen Jahren noch dreimal am Tag Sex zu haben? Na, meine liebe Micheline: Möglich ist alles, aber nur selten bleiben eine Beziehung und das Sexleben über viele Jahre unverändert. Vergleichen Sie sich also lieber nicht – das kann ganz schön an Ihnen nagen. Aber tötet das Zusammenleben nun die Liebe?
Heiß und kalt 😬
Das Zusammenleben lässt sich mit einer Portion Profiteroles vergleichen: Am Anfang ist alles aufregend und neu. Das zarte Windbeutelgebäck und die warme (oder sogar sehr heiße) Schokosoße sind ein Fest für die Geschmacksknospen. Doch bald kommt das kalte Eis dazu – wie eine plötzliche Rückkehr in die Realität. Das könnte für die Entdeckung unbekannter Seiten unseres Lieblingsmenschen stehen, die manchmal auch nicht ganz so schön sind. Ist das Zusammenleben also wie dieses schreckliche Heiß-kalt-Gefühl an den Zähnen? Muss man das Zusammenziehen um jeden Preis vermeiden, um miteinander glücklich zu bleiben?
Das ist nicht die Lösung. Wie bei allem – auch bei Profiteroles – kommt es auf die richtige Balance an. Hier gilt es, Nähe und den Alltagstrott, der zum Zusammenleben gehört (und letztlich zum Leben überhaupt), mit "einer kleinen Prise Würze" auszubalancieren – bitte mit Toulouser Akzent aussprechen! So bleibt ein bisschen Sex-Appeal in Ihrer Beziehung erhalten.
Wenn die Flamme wieder aufflammt 🔥
Jetzt sagen Sie vielleicht: "Okay, klingt ja schön – aber wie halte ich diese berühmte Flamme am Brennen, von der alle reden?" Das ist gar nicht so kompliziert! Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Zusammenleben Ihrer Beziehung geschadet hat – etwa durch Spannungen, Routine oder nachlassende Libido –, liegt das nicht unbedingt an Ihrem Lieblingsmenschen oder speziell an Ihrer Beziehung. So etwas passiert in seeehr vielen Beziehungen und könnte Ihnen wahrscheinlich auch mit jemand anderem passieren. Bevor Sie also alles hinschmeißen, stellen Sie sich diese Fragen:
- Liebe ich meinen Lieblingsmenschen noch?
- Stört mich unsere Routine wirklich – oder nur die Vorstellung von einem allzu eingefahrenen Alltag, den ich in meinem Leben nicht haben will?
- Habe ich das mit früheren Partnern oder Partnerinnen schon einmal erlebt? Wenn es damals bereits Streit darüber gab: Habe ich offen darüber gesprochen?
Die Balance 🧘
Überlegen Sie, welche Fehler Sie nicht wiederholen möchten, und sprechen Sie in Ruhe darüber, um herauszufinden, ob Ihr Lieblingsmensch genauso empfindet. Danach sehen Sie vermutlich schon etwas klarer. Der nächste Schritt: kleine Dinge unternehmen, die das Zusammenleben wieder aufpeppen! Hier sind ein paar Ideen – die gibt’s geschenkt:
- eine gemeinsame Reise planen, und sei es nur für ein oder zwei Tage
- sich Zeit nur für sich selbst nehmen und dabei das tun, was SIE mögen
- sich mit Freunden oder Freundinnen verabreden – ohne Ihren Lieblingsmenschen (der oder die kann in der Zeit ebenfalls etwas Eigenes unternehmen, und hinterher haben Sie einander viel zu erzählen)
- Sport treiben – nicht für die Figur, sondern für den Kopf: Bei nachlassender Libido kann das helfen, den Kopf freizubekommen, Stress abzubauen und sich im eigenen Körper wieder wohler zu fühlen
- holen Sie Ihre Toys wieder hervor oder gönnen Sie sich ein brandneues Spielzeug! So können Sie gemeinsam Neues entdecken, lachen und wieder zueinanderfinden
Fazit: Das Zusammenleben tötet die Liebe nicht, kann sie aber verändern. Das muss keineswegs schlecht sein. Veränderungen gehören zum Leben – und damit auch zu Beziehungen, die verschiedene Phasen durchlaufen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, schauen Sie sich unser TikTok-Video über die "vier Phasen einer Beziehung" an!



