Das Sexualleben der Tiere wird oft mit dem der Menschen verglichen. Aber wisst ihr, warum? Hier sind die interessantesten Punkte:
Tiere kommen auch auf ihre Kosten (auch wenn sie nicht immer welche haben)
Sexuelles Verhalten, das nicht durch ein Fortpflanzungsziel motiviert ist, wurde bei unseren Freunden den Delfinen, aber auch bei unseren Kumpels den Bonobos festgestellt. Stellt euch vor, man hat sogar schon Orgasmen bei bestimmten Arten nachgewiesen! Bei den Zweibeinern kann es auch vorkommen, dass der Orgasmus (leider) selten ist, aber wir beziehen den Begriff des Vergnügens viel stärker in unsere Motivation ein. Wenn ihr übrigens Tipps wollt, um euer sexuelles Vergnügen zu steigern, solltet ihr diesen Artikel lesen.
"Sensual seduction", wie unser Rapper-Freund sagen würde, dessen Name von Caniden inspiriert ist (habt ihr's?)
Bei Hunden wurde kein vergleichbares Balzverhalten festgestellt. Vögel hingegen sind echte Liebhaber! Während ihrer Zugphasen können sie mit mehreren gefiederten Partnern balzen und sich paaren. Erinnert euch an euer letztes Picknick im Park. Ich bin sicher, ihr habt den wilden Tanz eines Pfaus beobachtet, um ein Weibchen mit seinem bunten Gefieder anzulocken. Bei uns reicht ein Schritt in einen Nachtclub, um festzustellen, dass dieses Verhalten nicht nur Federtieren vorbehalten ist... Vgl. Onkel Roger, seit 2 Jahren Single, der bei jeder Hochzeit mit seinem epischen Breakdance-Solo jemanden abschleppen will.
Sentimentale Muschel
Okay, ich gebe zu, das war nur ein Wortspiel. Wissenschaftler*innen sind sich beim Thema Gefühle bei Tieren nicht einig, was nach wie vor recht umstritten ist. Was man sagen kann: Unsere tierischen Freunde empfinden Emotionen wie Freude, Trauer, Angst oder Stress. Gibbons zum Beispiel zeigen oft liebevolle Gesten gegenüber ihrer besseren Hälfte, denn ja, sie sind monogame Wesen! Die Fähigkeit, Freundschaft oder Zuneigung für sein näheres Umfeld zu empfinden, ist also ein riesiger Berührungspunkt, den wir mit bestimmten Tieren teilen – aber der Zusammenhang mit der Sexualität ist nicht unbedingt gegeben. Auch bei Menschen übrigens nicht: Man kann durchaus Sex ohne Gefühle haben, solange man nicht mit denen des anderen spielt!
Und der Sex, was ist damit?
Was jedoch sicher ist: Unser Verhältnis zur Sexualität ist viel emotionaler als das der Tiere. Bonobos zum Beispiel nutzen sexuelle Kontakte, um soziale Bindungen innerhalb ihrer Gruppe zu schaffen und zu stärken. Auch wenn sie dabei Vergnügen empfinden, dient das Liebesspiel immer einem bestimmten Zweck – was beim Menschen nicht wirklich der Fall ist.
Was man festhalten kann: Als Humanoide sind unsere Paarungsmöglichkeiten, die Art der Beziehungen und die Wahl der Sexualpartner*innen viel weitreichender. Wir entscheiden gemeinsam, was das Beste für uns ist, und tun, was wir wollen – solange wir unsere*n Partner*in nicht verspeisen (und da habt ihr die Referenz?).


